Es wirkt wie ein schlechter Witz: Jemand dreht einen Werbespot, in dem eine Sekretärin sich vor einem Kaffeefilter ekelt und ihn im Mülleimer entsorgt. Daraufhin verklagt ein Filterhersteller den Filmproduzenten, weil er die Zubereitung von Filterkaffee auf einen "ekelerregenden", "dreckigen", "langwierigen", "mühsamen" und "teuren" Vorgang reduziere und eher die Zubereitung des koffeinhaltigen Volksgetränks in Kaffeevollautomaten favorisiert.
Um hier nicht falsch verstanden zu werden: Das Erschreckende ist doch nicht, dass jemand Filtertüten schlimm findet (auch wenn es Konzerne gibt, die von deren Herstellung ganz gut leben). Das Erschreckende dabei ist der Umgang mit der Meinungsfreiheit. Hier wird kein Behinderter diskriminiert, hier werden keine stereotypen Rollen einseitig durchgespielt (wenn überhaupt, dann können sich Sekretärinnen über die immer gleiche Darstellung als Kaffeekocherinnen beschweren). Hier macht einzig und allein ein Konzern einen auf Humorlosigkeit und schickt neun (in Zahlen: 9) Anwälte los, um eine juristische Schlacht zu schlagen und zu verhindern, dass jemand öffentlich kundtut, dass er/sie Kaffeefilter nicht toll findet.
Hätten wir eine faule Tomate, würden wir hier gleich schmeißen. Ach ja. Einen Link für den Filterhersteller mit dem Alte-Tanten-Namen gibt's nicht. Dafür einen anderen:
Naja, und hier ist der Stein des Anstoßes:
Donnerstag, 10. Dezember 2009
Mittwoch, 16. September 2009
Volksphone - iPhone für alle?
Da musste ich mir doch erst einmal einen Kaffee gönnen: Schon wieder so ein dämlicher Contest. Diesmal Objekt des Wettstreits: Das Volksphone. Obwohl ich diesen Begriff durchaus nachvollziehen kann, weil Telefonieren nun mal so eine Allerweltssache ist, kann ich die Verbindung von Volksphone zu iPhone kaum herstellen. Sollte das iPhone nicht etwas für die gehobenere Klasse sein? Aber wahrscheinlich bin ich da etwas außen vor, denn ich kann mich kaum für das Ding erwärmen (schon den iPod habe ich weiterverschenkt). Usability? Vergiss es! Ach ja, und die Sache mit Volk im Volksphone, da fällt mir nur Horaz dazu ein: Odi profanum volgus et arceo!
Dienstag, 11. August 2009
"Caffeine" heißt das neue Google?
Grade bei Seology gelesen: Google testet eine neue Suchmaschinenarchitektur und nennt sie Caffeine. Daraus schließe ich, dass die meisten Computerfreaks kaffeesüchtig sind und sich ihre Inspiration bei einer guten Tasse Kaffee holen. Da fällt mir ein: Ich hol mir jetzt noch ein Tässchen Milchkaffee.
Montag, 10. August 2009
USA: Cafés verbieten Laptops
Laptopnutzende "Langzeitgäste" in US-amerikanischen Cafés bringen den Betreibern meist sehr wenig - in Relation zu der Zeit, die sie klickend und surfend am Tisch verbringen und verhindern, dass eine normale Gästefluktuation stattfinden kann. Deshalb wollen einige Kaffeehäuser Laptops verbieten.
Laptop-Nutzung in Kaffee-Häusern verboten
Das Wall Street Journal führt das "Naidre" in Brooklyn an, wo es inzwischen zeitliche Limits gibt, wann die Besucher ihre Laptops benutzen dürfen, ohne ein Essen zu bestellen. Angeblich sollen Cafés im Big Apple inzwischen sogar elektrische Störquellen integriert haben, um Laptopnutzer von ihren Cafés fernzuhalten.
Lasst mich mal ketzerisch sein: Schade eigentlich nur um die "Kaffeehaus-Kultur", denn ein Laden voll mit Leuten, die nur auf den digitalen Störenfried blicken, drei oder vier Stunden herumsitzen und pro Stunde einen Kaffee trinken, werden nicht nur den Eigentümer an den Bettelstab bringen: Auch die Interaktion im Real Life wird nicht sonderlich gefördert durch Laptops im Café.
Laptop-Nutzung in Kaffee-Häusern verboten
Das Wall Street Journal führt das "Naidre" in Brooklyn an, wo es inzwischen zeitliche Limits gibt, wann die Besucher ihre Laptops benutzen dürfen, ohne ein Essen zu bestellen. Angeblich sollen Cafés im Big Apple inzwischen sogar elektrische Störquellen integriert haben, um Laptopnutzer von ihren Cafés fernzuhalten.
Lasst mich mal ketzerisch sein: Schade eigentlich nur um die "Kaffeehaus-Kultur", denn ein Laden voll mit Leuten, die nur auf den digitalen Störenfried blicken, drei oder vier Stunden herumsitzen und pro Stunde einen Kaffee trinken, werden nicht nur den Eigentümer an den Bettelstab bringen: Auch die Interaktion im Real Life wird nicht sonderlich gefördert durch Laptops im Café.
Freitag, 7. August 2009
Online-Petition gegen Kaffeesteuer
Kaffee ist für den Finanzminister eine gute Einnahmequelle: Jedes Kilo Kaffee bringt in Deutschland 2,19 Euro Kaffeesteuer, d.h. pro Jahr spült der Kaffee rund eine Milliarde Euro in die chronisch leeren Kassen des Staates. Daneben werden aber noch sieben Proozent Mehrwertsteuer fällig. Wer jetzt mal schnell nachrechnet, kann feststellen, dass manche Kaffees knallhart an der Einkaufspreisgrenze kalkuliert werden. Die Kaffee-Lobbyisten um Coffee Hunting haben nun eine ePetition an den Bundestag eingereicht, da sie einen Wettbewerbsnachteil deutscher Kaffeeunternehmen befürchtet, insbesondere beim privaten, grenznahen Warenverkehr.
Montag, 13. Juli 2009
Kaffeeaktion am Bahnhof: "Kaffee - entdecke das schwarze Gold!"
Das Wort "Bahnhofskaffee" hat ja seit Yormas vorpreschen für den kostengünstigen Kaffee eine immense Qualitätsaufwertung erfahren. Schon immer gehörte für mich das Flair und die besondere, hektische oder auch vom zu langen Warten geprägte Atmosphäre eines Bahnhofs als Hintergrund für sehr differenzierte Kaffee-Erfahrungen - um es mal neutral auszudrücken. Da ist eigentlich folgende Aktion sehr begrüßenswert:

Kaffee am Bahnhof
Wer dieser Tage in den Münchner Bahnhof (und auch in die Bahnhöfe von neun anderen deutschen Städten) kommt, den erwartet eine eine Ausstellung zur Geschichte und Vielfalt des Kaffees. Vom 7. bis 16. Juli dreht sich alles um Kaffee. Infotafeln und Themenboxen zur Information für Reisende, Pendler, Familien oder Schülergruppen unterrichten über zahlreiche Fakten zum Thema Kaffee, von der Kaffeeblüte bis zum Endprodukt, über die unterschiedlichsten Verarbeitungsschritte und Zubereitungsarten.

Kaffee am Bahnhof
Wer dieser Tage in den Münchner Bahnhof (und auch in die Bahnhöfe von neun anderen deutschen Städten) kommt, den erwartet eine eine Ausstellung zur Geschichte und Vielfalt des Kaffees. Vom 7. bis 16. Juli dreht sich alles um Kaffee. Infotafeln und Themenboxen zur Information für Reisende, Pendler, Familien oder Schülergruppen unterrichten über zahlreiche Fakten zum Thema Kaffee, von der Kaffeeblüte bis zum Endprodukt, über die unterschiedlichsten Verarbeitungsschritte und Zubereitungsarten.
Mittwoch, 8. Juli 2009
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