Freitag, 7. August 2009
Online-Petition gegen Kaffeesteuer
Kaffee ist für den Finanzminister eine gute Einnahmequelle: Jedes Kilo Kaffee bringt in Deutschland 2,19 Euro Kaffeesteuer, d.h. pro Jahr spült der Kaffee rund eine Milliarde Euro in die chronisch leeren Kassen des Staates. Daneben werden aber noch sieben Proozent Mehrwertsteuer fällig. Wer jetzt mal schnell nachrechnet, kann feststellen, dass manche Kaffees knallhart an der Einkaufspreisgrenze kalkuliert werden. Die Kaffee-Lobbyisten um Coffee Hunting haben nun eine ePetition an den Bundestag eingereicht, da sie einen Wettbewerbsnachteil deutscher Kaffeeunternehmen befürchtet, insbesondere beim privaten, grenznahen Warenverkehr.
Montag, 13. Juli 2009
Kaffeeaktion am Bahnhof: "Kaffee - entdecke das schwarze Gold!"
Das Wort "Bahnhofskaffee" hat ja seit Yormas vorpreschen für den kostengünstigen Kaffee eine immense Qualitätsaufwertung erfahren. Schon immer gehörte für mich das Flair und die besondere, hektische oder auch vom zu langen Warten geprägte Atmosphäre eines Bahnhofs als Hintergrund für sehr differenzierte Kaffee-Erfahrungen - um es mal neutral auszudrücken. Da ist eigentlich folgende Aktion sehr begrüßenswert:

Kaffee am Bahnhof
Wer dieser Tage in den Münchner Bahnhof (und auch in die Bahnhöfe von neun anderen deutschen Städten) kommt, den erwartet eine eine Ausstellung zur Geschichte und Vielfalt des Kaffees. Vom 7. bis 16. Juli dreht sich alles um Kaffee. Infotafeln und Themenboxen zur Information für Reisende, Pendler, Familien oder Schülergruppen unterrichten über zahlreiche Fakten zum Thema Kaffee, von der Kaffeeblüte bis zum Endprodukt, über die unterschiedlichsten Verarbeitungsschritte und Zubereitungsarten.

Kaffee am Bahnhof
Wer dieser Tage in den Münchner Bahnhof (und auch in die Bahnhöfe von neun anderen deutschen Städten) kommt, den erwartet eine eine Ausstellung zur Geschichte und Vielfalt des Kaffees. Vom 7. bis 16. Juli dreht sich alles um Kaffee. Infotafeln und Themenboxen zur Information für Reisende, Pendler, Familien oder Schülergruppen unterrichten über zahlreiche Fakten zum Thema Kaffee, von der Kaffeeblüte bis zum Endprodukt, über die unterschiedlichsten Verarbeitungsschritte und Zubereitungsarten.
Mittwoch, 8. Juli 2009
Zurück aus dem Kaffee-Himmel, wieder in der Kaffeehölle...
Herrjeh, über einen Monat nix mehr zum Kaffee gebloggt. Schande über mich. Dafür habe ich in Spanien weitaus besseren Kaffee genossen als hier zu Lande. Eigentlich schade, aber die Spanier und Portugiesen exportieren kaum ihre guten Kaffeemarken. Warum auch? Lieber selber trinken. Hier zwei Bilder, die den Kaffee-Zustand in D verdeutlichen:
Kaffee in Deutschland:

Kaffee in Spanien:
Kaffee in Deutschland:
Kaffee in Spanien:
Mittwoch, 20. Mai 2009
Schickt die Köche in die Wüste
Ich bitte meine Leser, diesen allgemein geratenen Diskurs zu entschuldigen. Er ist der Kocheritis geschuldet, die einiger Zeit im Fernsehen und in Varieté-Zelten verkernert und gelanzt vor sich hin schuhbeckt und lafert (und was weiß ich noch alles tut, das ich nicht witzigmann finde...). Es geht mir nur um eine ganz einfache Sache: Normalerweise kochen auch heute noch Frauen in den Haushalten (auch wenn es durchaus Hausmänner gibt) mit der Einfachheit und Effizienz, die sie von Großmutter über Mutter (und manchmal Hauswirtschaftsschule) gelernt haben. Ohne Firlefanz, mit einigen Großmuttertricks, aber immer gut, passend und gesund. Wenn Männer kochen, wird eine Wissenschaft daraus gemacht. Sie nennen sich Küchenchefs, industrialisieren jeden Arbeitsschritt, machen eher Marketing als Kochen. Sie nehmen den Ruhm fürs Kochen in Anspruch und diskreditieren allein schon durch ihre Existenz und ihr Kochgehabe jedes homemade Kartoffelsuppe durch ihre Sucht, "Besonderheiten" medienwirksam in spiegelblanker Hochglanzküche zu zelebrieren.
Neulich schenkte mir jemand das Koch-Buch "Simple Dishes" eines solchen Fernsehkochs. Ich war stundenlang unterwegs, bis ich für eines dieser "einfachen Gerichte" alle Zutaten beisammen hatte. Dann fehlten einige der Instrumente, die vielleicht in einer hochspezialisierten Profiküche vorhanden sind, aber bei Ottonormalkoch einfach "Messer" oder "Schäler" heißen. Die angegebenen Garzeiten stimmten erst recht nicht, aber vielleicht war mein Herd nicht leistungsfähig genug. Boykottiert doch endlich dieses inflationäre Fernsehgegare. Es ist nicht mehr auszuhalten.
Fazit: Es gibt immer noch einen gravierenden Unterschied zwischen Koch und Köchin, und der ist nicht geschlechtlich!
PS: Ich bitte, diesen kleinen feministischen Rant eines Schwanzträgers zu entschuldigen, aber neulich hat mich wieder einen Köchin bekocht. Danach musste ich mir leider zwei Stunden Abendprogramm antun, wo zeitgleich auf 7 von 15 Kanälen irgendein Fernsehkoch an Herden herumbrutzelte. Das macht fast 50 Prozent Ödnis. Der Rest war Pilcher, Unterschichtentalk und das übrige Problem des Fernsehens, intelligentes Programm zu machen.
Neulich schenkte mir jemand das Koch-Buch "Simple Dishes" eines solchen Fernsehkochs. Ich war stundenlang unterwegs, bis ich für eines dieser "einfachen Gerichte" alle Zutaten beisammen hatte. Dann fehlten einige der Instrumente, die vielleicht in einer hochspezialisierten Profiküche vorhanden sind, aber bei Ottonormalkoch einfach "Messer" oder "Schäler" heißen. Die angegebenen Garzeiten stimmten erst recht nicht, aber vielleicht war mein Herd nicht leistungsfähig genug. Boykottiert doch endlich dieses inflationäre Fernsehgegare. Es ist nicht mehr auszuhalten.
Fazit: Es gibt immer noch einen gravierenden Unterschied zwischen Koch und Köchin, und der ist nicht geschlechtlich!
PS: Ich bitte, diesen kleinen feministischen Rant eines Schwanzträgers zu entschuldigen, aber neulich hat mich wieder einen Köchin bekocht. Danach musste ich mir leider zwei Stunden Abendprogramm antun, wo zeitgleich auf 7 von 15 Kanälen irgendein Fernsehkoch an Herden herumbrutzelte. Das macht fast 50 Prozent Ödnis. Der Rest war Pilcher, Unterschichtentalk und das übrige Problem des Fernsehens, intelligentes Programm zu machen.
Donnerstag, 14. Mai 2009
Kaffee und Zucker rauf, Kakao runter
Der Kaffee wird teurer. Und obendrein: Zucker hat ebenfalls preislich gut zugelegt. Tja, wenn jetzt noch die Milch teurer wird, weil die Bauern protestieren, dann dürfte es für den Freund des französischen Milchkaffees ein teures Vergnügen werden.
Was ist auf dem Markt los? Zucker, Kaffee und Kakao haben in jüngster Zeit ungewöhnliche Preissprünge durchgemacht. Zucker errreichte in News York den Höchststand von 15 Cent je Pfund, in London ging es im April über 400 Dollar je Tonne. Angeblich soll Indien (weltweit größter Zucker-Verbraucher) davor stehen, seine Importzölle für Zucker vorübergehend aufzuheben, da die inische Zuckerernte um rund 40 Prozent eingebrochen sein soll. Wir bleiben dran, was draus wird.
Der Höchstpreis wird derzeit für Arabica aus Kolumbien verlangt, aber das war nicht sehr überraschend, als sich herausstellte, dass die Rezession dem Kaffeekonsum keinen Abbruch tat, sondern sich der Konsum nur von den Straßenkaffees in die Häuser verlagerte. In New York steht der Arabica daher bei 130 Cent je Pfund.
Die Rezession hat hingegen den Kakao voll getroffen: Ein weltweiter Nachfrageeinbruch lässt die Preise sinken, obwohl eine geringere Ernte eingefahren wurde. Es wird aber trotzdem ein Angebotsdefizit von maximal 90 000 Tonnen erwartet und weiter rückläufige Preise.
Was ist auf dem Markt los? Zucker, Kaffee und Kakao haben in jüngster Zeit ungewöhnliche Preissprünge durchgemacht. Zucker errreichte in News York den Höchststand von 15 Cent je Pfund, in London ging es im April über 400 Dollar je Tonne. Angeblich soll Indien (weltweit größter Zucker-Verbraucher) davor stehen, seine Importzölle für Zucker vorübergehend aufzuheben, da die inische Zuckerernte um rund 40 Prozent eingebrochen sein soll. Wir bleiben dran, was draus wird.
Der Höchstpreis wird derzeit für Arabica aus Kolumbien verlangt, aber das war nicht sehr überraschend, als sich herausstellte, dass die Rezession dem Kaffeekonsum keinen Abbruch tat, sondern sich der Konsum nur von den Straßenkaffees in die Häuser verlagerte. In New York steht der Arabica daher bei 130 Cent je Pfund.
Die Rezession hat hingegen den Kakao voll getroffen: Ein weltweiter Nachfrageeinbruch lässt die Preise sinken, obwohl eine geringere Ernte eingefahren wurde. Es wird aber trotzdem ein Angebotsdefizit von maximal 90 000 Tonnen erwartet und weiter rückläufige Preise.
Fairtrade: Du hast die Wahl
Lange Zeit war es ja so eine Sache: Fairtrade war eine Aktivisten- und Gutmenschenangelegenheit. Aber in letzter Zeit gelangt der Fairtrade-Gedanke in immer mehr Köpfe hinein, ohne dass sich die Käufer "fairrenken" müssen: Die Produkte sind in immer mehr Supermärkten und Läden erhältlich, die Preise sind nicht übertrieben und die Qualität ist sehr gut.
Hier ein kurzes Filmchen zur Info über Fairtrade-Produkte:
Hier ein kurzes Filmchen zur Info über Fairtrade-Produkte:
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